über unsFASDMaterialienAktuellDankeLinks

Output braucht Input

Was passiert während der Schwangerschaft?

Sobald es zur Einnistung kommt (ab dem fünften Tag nach der Befruchtung!) und die Keimblase sich tief in die Uterusschleimhaut eingräbt, beginnt die Entwicklung der Plazenta. Die ersten Veränderungen bestehen in der Bildung von Blutgefäßen im Chorion. Diese bilden die so genannten Chorionzotten, die von mütterlichem Blut aus Blutgefäßen der tiefsten Schicht der Gebärmutterschleimhaut umspült sind. Mütterlicher und kindlicher Kreislauf sind zwar immer getrennt, dennoch können Nährstoffe und Sauerstoff aus dem mütterlichen Organismus und Abfallprodukte aus dem kindlichen Organismus die Plazentaschranke überwinden.

Der Weg des Blutes führt dabei über die Nabelschnur, deren eine Vene das nährstoffreiche Blut von der Mutter zum Fetus und deren zwei Arterien das nähr- und sauerstoffarme Blut zur Mutter bringen.

Zusätzlich dient die Plazenta auch als Nährstoffspeicher für Proteine, Eisen und Kalzium und gibt diese Stoffe bei Bedarf wieder an den Fetus ab. Die Plazenta schützt das Ungeborene auch vor zahlreichen Mikroorganismen. Einige Viren jedoch, z.B. die Erreger von Windpocken oder Röteln, können mit dem mütterlichen Blut die Plazentaschranke überwinden und das Ungeborene schädigen.

Ebenso wenig bietet die Plazenta Schutz vor bestimmten Drogen wie Alkohol und Nikotin, die auf den fetalen Kreislauf übergehen und die Entwicklung des Ungeborenen beeinträchtigen können.

 

Zwei von zehn Frauen

verzichten während der Schwangerschaft auf Alkohol

Beim Fetus oder Embryo wird das starke Nervengift Alkohol etwa zehn Mal so langsam abgebaut wie bei der Mutter!

Für nähere Infos zu den Schädigungen auf die + klicken...


Mögliche Schädigungen durch Alkohol:

KOGNITIV

verminderter IQ
starke Schwankungen bei einzelnen Fähigkeiten
Mathematikschwäche
schlechtes Gedächtnis
schlechte räumliche Orientierung
schlechte Selbstwahrnehmung
mangelnde Flexibilität im Denken

EMOTIONAL

geringe Fähigkeit, Gefühle zu erkennen
geringe Fähigkeit, Gefühle zu äußern
affektive Störungen
Wutanfälle
Anfälligkeit für Geisteskrankheiten

MEDIZINISCH-NEUROMOTORISCH

sensorisch-integrative Funktionsstörung
schlechtes Gleichgewicht, Koordination
Ess- und Schlafstörungen
Allergien, Asthma, Ohrenentzündungen
Herz- und Nierenprobleme
Hyperaktivität
Anfälle

EXEKUTIVFUNKTIONEN

eingeschränkte Planungsfähigkeit
schlechtes Urteilsvermögen
Unfähigkeit zu Belohnungsaufschub
geringe Impulskontrolle
fehlende Zukunftsorientierung
Desorganisation
schlechte Konzentration

ZWISCHENMENSCHLICH

Unfähigkeit, soziale Signale zu verstehen
keine Empathie
schlechte Bindungsfähigkeit
Unfähigkeit, Wahrheit und Fiktion auseinander zu halten
Schuld auf andere schieben
übermäßiges Fordern von Aufmerksamkeit

SPRACHLICH

oberflächliche Sprachgewandtheit
extreme Redseligkeit
papageienhaftes Nachahmen von Redemustern Anderer
im Sprachausdruck besser als im Sprachverständnis
allgemeine Verzögerung der Kommunikationsfähigkeit

Diese Merkmale treten nie alle auf einmal auf, auch sind sie je nach der Phase, in der der Alkohol getrunken wurde, unterschiedlich stark.